museum FLUXUS+studis 2011

FLUXUS+studis 2011

Das Projekt museumFLUXUS+studis lief in der zweiten Runde! Bei der Eröffnung der Ausstellung am 6. Mai 2011 waren die Nachwuchskünstler anwesend und haben ihre Arbeiten vorgestellt.

Anfang des Jahres 2011 konnten sich die Studenten mit ihren Arbeiten im museum FLUXUS+ bewerben. Am 24.2.2011 wählte daraufhin die Jury die museumFLUXUS+studis aus. Die Jury bestand aus einer Vertreterin des Museums, einer Vertreterin der museum FLUXUS+ Ausstellung 2010 und dem Sammler Heinrich Liman.

Insgesamt wurden 7 Studenten aus Berlin und Potsdam ausgewählt, die vom 06. Mai bis zum 13. Juni 2011 im atrium des museum FLUXUS+ ihre Arbeiten zu verschiedenen künstlerischen Themen vorstellen. Die Studenten von der Kunsthochschule Weißensee, der Universität Potsdam, sowie der Fachhochschule Potsdam zeigen Werke, die im Rahmen ihres Studiums entstanden sind. Zu sehen sind Fotografien, Grafiken, Gemälde, Collagen, „Fundstücke“ und eine Plastik. Der Ausstellungsaufbau erfolgte in Zusammenarbeit mit den Studenten.

Das Projekt museumFLUXUS+studis ermöglicht den Studenten sich außerhalb des universitären Betriebes zu präsentieren und sich zu profilieren. Auf diese Weise können sie beruflich relevante Erfahrungen im Ausstellungsbetrieb sammeln und den Umgang mit Kritik der Ausstellungsbesucher und der Presse erlernen.

Wer waren die museumFLUXUS+studi 2011?

Kristin Albrecht

zeigt Zeichnungen und Malereien, in denen Konstruktion und Dekonstruktion eine wichtige Rolle spielen. Ihre Werke zeigen gewaltige Stahlkonstruktionen und Maschinen, die sich vor atmosphärischer Szenerie aufbauen und gen Himmel erheben. Die verschieden geschaffenen Industrielandschaften wirken zum Teil bedrohlich, zum Teil verlassen. Chaosartige Anordnungen und reine, intensive Farben erzeugen Dynamik und Kraft der dargstellten Maschinen und Konstruktionen.

Maik Bass

präsentiert eine Plastik aus Styropor mit dem Namen „Dolores Fleisch“. Zum Thema „Masse will schweben“ entwickelte er eine organische Form, die sich spannungsreich in die Höhe dreht. Die Plastik stellt ein riesiges, geschwollenes menschliches Ohr dar, gleichzeitig hält ihre Form aber auch zahlreiche andere Assoziationen bereit.

Steve Gödickmeier

ist mit Malereien und Collagen vertreten, die an Shocking Art und radikalen Realismus erinnern. Im Mittelpunkt stehen meist Themen wie der menschliche Alltag und die Gesellschaftskritik.

Oftmals treffen ordinäre Elemente auf scheinbar banale Gegenstände und Situationen. Ungewöhnliche Kompositionen und mehrdeutige Motive lassen die Arbeiten auf den ersten Blick „extrem“ und surreal erscheinen. Der Stil passt sich den Themen entsprechend an und reicht von Abstraktion bis zu Photorealismus und von Bleistift über Ölfarbe bis zu Salz und Teer.

Kyoung Eun Gu

stellt Zeichnungen und Malereien aus, in denen immer die Motive Handschuhe, Kakteen und Menschengesichter auftauchen. Diese erzählen in unterschiedlichen Kompositionen  verschiedene Geschichten. Hinter den Motiven stecken wichtige Bedeutungen, die zunächst unklar bleiben sollen.

Marie Morassutti-Vitale

zeigt Schwarzweiß-Fotografien von verschiedenen Betten, in denen sie selbst geschlafen hat. Nach dem Aufstehen beobachtet sie, wie sie das Bett verlassen hat. Die Bettwäsche, eine warme Decke und ein Kissen lassen sich modellieren wie Tusche auf Papier. Es scheint wie eine abstrakte Zeichnung, die die Geschichte einer Nacht mit stillen Wörtern erzählt.

Katharina Quecke

präsentiert Zeichnungen, die durchzogen von rhythmischen Linien und Farbflächen, Bewegung und Lebendigkeit erkennen lassen. In ihren Arbeiten öffnen sich abstrakte Räume in denen sich Traum und Wirklichkeit, Humor und private Mythologie berühren. Figurative Konkretheit und abstrakte Verallgemeinerung stehen nebeneinander und scheinen miteinander zu kommunizieren. Es gibt kein Stillstand, keine Vollendung in der Zeichnung. In ihr steckt vielmehr die Suche, der Ansatz, das Irren, die Korrektur.

Martha Stolt

stellt Collagen und „Fundstücke“ aus. In ihren Collagen, für die sie zum Teil eigene Fotos verwendet, nimmt sie auseinander was zusammengehört und fügt in einer anderen Konstellation das zusammen, was zusammengehören kann. Sie schafft Bindungen. Die neue Zusammenstellung erzählt eine neue Geschichte, die ihren Ursprung mitbringt und anderem Kontext an zusätzlicher Bedeutung gewinnt.

Mit ihrem „Zusatzgepäck 2010“ zeigt sie eine Sammlung verschiedener Objekte, wie Steine, Rinde, Scherben oder den Schädel eines toten Vogel. 

Sie spielt mit dem Phänomen ein Entdecker sein zu wollen und sammelt auf ihren Wegen in den Winkeln ihres Rucksacks verschiedene Dinge, denen sie anschließend einen Namen gibt und durch Ort und Zeit ihre Herkunft bestimmt.

Werke der Studenten 2011

Ziele und Teilnahmebedingungen hier lesen
Ziele der Ausstellung:
Die Ausstellung bietet Nachwuchskünstlern in Potsdam die Chance, sich als Kunstschaffende der Öf-fentlichkeit außerhalb des universitären Betriebes zu präsentieren und sich zu profilieren. Es sollen be-ruflich relevante Erfahrungen im Ausstellungsbetrieb und im Umgang mit Kritik der Ausstellungsbesucher und der Presse ermöglicht werden.
Der Erfahrungsaustausch der Teilnehmer untereinander wird gefördert.
Es erscheinen eine Ausstellungsdokumentation und eine Internetpräsentation. Beides wirkt über die Zeitdauer der Ausstellung hinaus für die Künstler fördernd.

Teilnahmebedingungen!
Der Wettbewerb richtet sich an Studierende in höheren Semestern der Brandenburger, Potsdamer und Berliner Kunst- und Fachhochschulen und findet jährlich statt.
Der Bewerber / Die Bewerberin muss eingeschriebener Hochschüler einer Hoch- oder Fachhochschule für Medien, Design oder Kunst sein.
(angestrebte Abschlüsse: Bachelor, Master, Magister, Staatsexamen, Diplom)
    Er / Sie ist eine einzelne Person und keine Künstlergruppe.
    Er / Sie ist kein Meisterschüler.
    Er / Sie wird nicht durch eine Galerie vertreten.

Aufgaben!
Die Teilnehmer können Vorschläge für Bildwerke und Plastiken/Skulpturen/Installationen auf der Grund-lage der Ausschreibung einreichen. Video- oder Filmarbeiten sind nach Absprache möglich. Weitere Vorgaben gibt es nicht.
Anzahl und Größe der Arbeiten richten sich nach den verfügbaren Ausstellungsmöglichkeiten, voraus-sichtlich je Aussteller eine 25m² Wandfläche bespielbar mit ca. 4 aussagekräftigen Werken, sowie einer Stellfläche von 1x1x1m.

Auswahlverfahren!
Die Bewerbungen sollen im Januar 2011 eingereicht werden. Aus den Bewerbern wählt eine unabhängige Jury im darauf folgenden Februar die Aussteller / -innen des Jahres. Die Jury wird vom museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH ernannt und setzt sich wie folgt zusammen:
•    ein Vertreter / eine Vertreterin der museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
•    ein Vertreter / eine Vertreterin der Ausstellung "museumFLUXUS+studis" des Vorjahres
•    ein Vertreter / eine Vertreterin der Sammlung Liman, Berlin

Das Ergebnis des Auswahlverfahrens wird am 28. Februar 2011 bekannt gegeben.

Konditionen:
Der Bewerber / Die Bewerberin erhält kein Künstlerhonorar, keine Transport- oder Materialkosten und organisiert den Aufbau der Ausstellung in Zusammenarbeit mit den anderen Ausstellern und dem muse-um FLUXUS+ selbst.
Es werden 4 – 5 Bewerber ausgewählt, die je 20 - 25m² Wandfläche, sowie 1x1x1m Stellfläche für Plastik/Skulptur/Installation erhalten. Zur Hängung kommen ca. 4 aussagekräftige Werke je Künstler.
Für die Dauer der Ausstellung wird ein Leih- und Kommissionsvertrag erstellt, der die Versicherung und die finanziellen Konditionen bei eventuellen Verkäufen von Kunstwerken klärt.
Für die ausgestellten Arbeiten erhält die museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH die Abbildungsrechte für die online- und print-Werbung der Ausstellung und die Erstellung der kleinen Ausstellungsdokumentation (hausinterne Produktion) und der Internetpräsentation.

Bewerbung:
Die Bewerbung sollte folgendes enthalten: (Papierversion und digital als word-doc mit jpgs oder pdf)
•    Formloses Anschreiben als Bewerbung
•    Name des Studenten / der Studentin, Kontaktdaten, Alter, welches Studium, Semester
•    Auflistung der auszustellenden Werke, jeweils mit Titel, Maße, Jahr und Technik der Werke (Werkliste) und einem Foto
•    Kurzbeschreibung der Arbeiten, des Stils, der Konzeption
•    Künstlerische Kurzbiografie
•    Preisliste für Versicherungswerte und eventuelle Verkäufe

Bewerbungsfrist:        3. – 31. Januar 2011, nur schriftlich per Post oder Email
Bekanntgabe Auswahlergebnis:    28. Februar 2011
Ausstellungszeitraum:          7. Mai – 13. Juni 2011, Vernissage 6. Mai 2011

Organisation – Die Bewerbungen sind zu senden an:
museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
Schiffbauergasse 4f
14467 Potsdam
Fon: (0331) 60 10 89 – 22
Fax: (0331) 60 10 89 – 10
E-Mail:  info@fluxus-plus.de
URL: http://www.fluxus-plus.de
Ansprechpartner: Andrea Podzun

museumFLUXUS+studis 2010

Vom 04. bis 18. Juni 2010 werden 6 Studenten des Fachbereichs Kunst der Universität Potsdam im atrium des museum FLUXUS+ ihre Arbeiten zu verschiedenen künstlerischen Themen vorstellen. Hierbei handelt es sich um Examensarbeiten, Vorbereitungsarbeiten für die fachpraktischen Prüfungen oder um Semesterabschlussarbeiten verschiedener künstlerischer Bereiche.

Im Rahmen der fachpraktischen Prüfung im Studiengang Kunst der Universität Potsdam, ist jeder Student angehalten eine, seine, Ausstellung zu organisieren. Um eine solche Ausstellung bestücken zu können, beschäftigen sich die Studenten über mehrere Semester mit einem Thema und versuchen hierzu künstlerische Umsetzungen zu finden. Diese sollen dann in der fachpraktischen Prüfung präsentiert werden.

Da es den zukünftigen Kunstlehrern ein Anliegen ist Kunst zu vermitteln bzw. künstlerisches Denken zu fördern, wird hier auch mal gezeigt, was „eigentlich der Pauker so macht“.

Anke Beditsch zeigt Druckgrafiken auf Papier zum Thema „Abhängigkeiten“. Das Experimentieren mit unterschiedlichen handwerklichen Drucktechniken und die Auseinandersetzung mit dem Thema ließ eine Serie von Aquatinten entstehen.

Forster Herchenbach stellt abstrakte Malerei um die Beschäftigung mit Improvisationsmusik u. a. von John Cage vor. Acrylfarben, Ölfarben, Ölkreiden und Kohlekreiden auf Leinwand bilden neue Strukturen und Rhythmen – Bass und Schlagzeug spielen sich entgegen.

Antje Köhler präsentiert Skulpturen zum Thema „Exponentiales Wachstum“. Die Beschäftigung mit dem mathematischen Phänomen des Wachstums durch Verdoppelung ließ mehrteilige Skulpturen entstehen.

Anja Kühnrich bietet abstrakte Malerei auf Leinwand, entstanden im Rahmen der fachpraktischen Prüfung im Studiengang Kunst der Universität Potsdam. Die Auseinandersetzung mit den Techniken und Prinzipien der autonomen Malerei und einer gestischen und experimentellen Malweise lassen Farbwelten nur der Malerei willen entstehen.

Sylvia Lehmann stellt Malereien zum Thema „Zwischenräume – Spielräume“ aus. Informelle Bildräume entstehen durch eine spielerisch-experimentelle Malweise - die künstlerische Auseinandersetzung mit den Räumen „dazwischen“.

Cindy Reinisch lässt sich auf abstrakte Malerei auf Leinwand zum Thema „Herzschlag“ ein. Verschiedene Malerische Techniken lassen unterschiedliche Oberflächen entstehen, die ein spannendes Zusammenspiel der Flächen hervorbringen.

Ausstellungsdokumentation als pdf